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Brustkrebs

Jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. 46.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu. Im Alter steigt das Risiko. Je früher die Erkrankung entdeckt wird, desto besser sind die Heilchancen. Diese liegen bei kleinen Befunden über 90%.

Definition

Brustkrebs oder Mammakarzinom (von lateinisch mamma „Zitze, Brust; weibliche Brustdrüse“) ist der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse des Menschen. Er kommt hauptsächlich bei Frauen vor.

In Deutschland ist das Mammakarzinom mit einem Anteil von 32 % aller Krebsneuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Lebenszeitrisiko wird mit 12,9 % angegeben, d. h. etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

Quelle: Wikipedia

Was können Sie tun?

Untersuchen Sie regelmäßig Ihre Brust! [Brust-Selbstuntersuchung]

Kommen Sie jährlich zur Früherkennungsuntersuchung. Wir untersuchen und beraten Sie! Nehmen Sie ergänzende Ultraschall-Untersuchungen der Brust wahr. Mit einem hoch auflösenden Ultraschallgerät können auch nicht tastbare Befunde entdeckt werden.

Folgen Sie der Einladung zum Mammographie-Screening ab dem 50. Geburtstag!

In den allermeisten Fällen kann so eine Brustkrebs-Erkrankung ausgeschlossen werden. Finden sich doch auffällige Befunde, helfen wir Ihnen weiter. Wir besprechen in Ruhe alle notwendigen weiteren Schritte und begleiten Sie auch während einer möglichen Erkrankung und danach.

Über das DMP-Programm Brustkrebs sind wir zertifiziert, als koordinierende Frauenärzte die Behandlung und Nachsorge von an Brustkrebs erkrankten Patientinnen zu steuern.

Herr Dr. Staemmler war viele Jahre am Brustzentrum Münsterland im Clemenshospital Münster tätig und hat dort die Brustsprechstunde geleitet. Zahlreiche Patientinnen wurden von ihm operiert. Die dortige Tumorkonferenz wurde von ihm moderiert. Er bietet Ihnen auch in der Praxis im Rahmen einer Brustsprechstunde eine spezielle Beratung zu diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten an.

Weitere Informationen

Etwa 80 bis 90 % aller Geschwulste in der weiblichen Brust wurden bisher von den Frauen selbst zufällig entdeckt. Diese tast- und sichtbaren Tumoren sind bei ihrer Entdeckung oft schon relativ groß und sind deshalb meist mit einer schlechten Prognose verbunden.

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Früherkennung und Screening

Durch konsequente Früherkennung kleinerer, nicht tastbarer Tumoren könnte die Sterblichkeit großen Studien zufolge um 25 % gesenkt werden. Zur Früherkennung dienen Programme zur systematischen Selbstuntersuchung und der Mammasonographie sowie die Screening-Mammographie.

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Klinische Untersuchung

Bei der Selbstuntersuchung oder bei der ärztlichen, klinischen Untersuchung kann ein neuer, unscharf begrenzter Tumor auffallen. Weitere Anzeichen sind Verhärtungen, Größen- und Umrissveränderungen der Brust im Seitenvergleich, verminderte Bewegung der Brust beim Heben der Arme, bleibende Hautrötung, Hauteinziehung oder Apfelsinenhaut (verdickte Haut mit eingezogenen Stellen), Einziehung oder Entzündung der Brustwarze, Absonderungen aus der Brustwarze. Knoten in der Achselhöhle können Lymphknoten-Metastasen entsprechen. Allgemeinsymptome bei weit fortgeschrittenen Erkrankungen sind u. a. Leistungsknick, ungewollter Gewichtsverlust oder Knochenschmerzen.

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Bildgebende Diagnostik

Werden bei der Tast- oder Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten gefunden, folgt als nächste Untersuchung üblicherweise die Mammographie: Die Röntgenaufnahmen werden aus zwei Blickrichtungen (von der Seite und von oben) gemacht, bestimmte Veränderungen erfordern manchmal zusätzliche Aufnahmen.

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Gewebeentnahmen

Wurde mit dem Ultraschall und der Mammographie ein Tumor diagnostiziert, wird dieser auf seine Gut- oder Bösartigkeit untersucht. Dazu werden jedem Tumor mittels Stanzbiopsie, in seltenen Fällen mittels Vakuumbiopsie (=> Dabei wird eine gefensterte Hohlnadel in das zu untersuchende Gewebe eingebracht. Das Gewebe wird mittels Vakuumsog in das Innere der Nadel befördert, wo es dann abgetrennt und herausgezogen wird), mehrere Gewebeproben entnommen und unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht.

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Einfluss der Ernährung

Deutlich übergewichtige Frauen erkranken 2,5 mal so häufig wie normalgewichtige. Frauen, die täglich mindestens 20 g Alkohol trinken, tragen ein um 30 % erhöhtes Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken, möglicherweise wegen des höheren Sexualhormonspiegels. Geringe Jodaufnahme könnte ebenfalls eine Rolle spielen. In Ländern mit hohem Jodgehalt in der Nahrung (z. B. Japan) kommt es zu erheblich weniger Brustkrebsfällen als in Jodmangelgebieten. Ein weiterer Risikofaktor könnte Sonnen- bzw. Vitamin-D-Mangel sein.

Auch wer im jungen Erwachsenenalter viel rotes Fleisch zu sich genommen hat, hat einer Kohortenstudie zufolge ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Eine Metastudie aus dem Jahr 2017 kommt zu dem Schluss, dass der Konsum von gesättigten Fetten die Überlebenschance bei Brustkrebs negativ beeinflusst.

Quelle: Wikipedia