Infopool-Service

Wechseljahre

70% aller Frauen kommen ohne medikamentöse Behandlung durch die Wechseljahre. Für sie ist eine gynäkologische Beratung zu dieser Umstellungsphase ausreichend.

Definition

Das Klimakterium (von griechisch klimaktér „Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben“) bezeichnet bei der Frau die Jahre der hormonellen Umstellung, im Deutschen früher auch Stufenjahre genannt, vor und nach der Menopause mit dem Übergang von der reproduktiven zur postmenopausalen Phase. Diesen mit dem Rückgang der Gonadenfunktion einhergehenden Zeitabschnitt bezeichnet man auch als Wechseljahre.

Bei manchen Frauen beginnt bereits mit 40 Jahren das Klimakterium, bei anderen erst Mitte 50. Mit 58 Jahren haben die meisten Frauen die Wechseljahre hinter sich. Wenn die Eierstöcke operativ entfernt werden, setzt das Klimakterium unmittelbar ein. Beginnt das Klimakterium vor dem 40. Lebensjahr, spricht man in der Medizin auch vom Climacterium praecox („vorzeitiges Klimakterium“).

Quelle: Wikipedia

Zeit des Wechselns – möglicherweise Krisenzeit

Bei 30% der Frauen treten behandlungsbedürftige Beschwerden in der Zeit der Wechseljahre auf. Diese können mit Zyklusunregelmäßigkeiten beginnen. Hitzewellen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen gehören zum Vollbild der Wechseljahrsbeschwerden. Dazu können  kommen: Wundheitsgefühl im Genitalbereich, unwillkürlicher Harnverlust, Haarverlust und Hautveränderungen. Die Hormonmangel-Situation kann zur Knochenentkalkung mit der Folge vermehrter Knochenbrüchigkeit führen [Osteoporose].

In diesen Lebensabschnitt fallen häufig Belastungssituationen wie z.B. Krankheit und Tod der Eltern. Häufig verlassen die erwachsen werdenden Kinder den Haushalt (empty nest) in dieser Zeit. Das kann zur Verstärkung von Wechseljahrsbeschwerden beitragen.

Leichte Wechseljahrsbeschwerden lassen sich mit pflanzlichen Präparaten behandeln. Treten erhebliche Beschwerden auf oder besteht eine familiäre Osteoporose, kann durch eine  individuell dosierte Hormontherapie die Hormonmangel- Situation ausgeglichen werden. Diese Hormon-Ersatz- Behandlung [Ausgleich der fehlenden Hormone durch das natürliche Östrogen] kann durch Tabletten, Gel, Spray oder Pflaster wirkungsvoll und nebenwirkungsarm durchgeführt werden. Gelbkörperhormone wirken gegen Schlafstörungen und schützen die Gebärmutterschleimhaut. Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen sollten wahrgenommen werden.

Hormone haben zusätzlich positive Auswirkungen auf die Knochendichte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Zuckerkrankheit und Darmkrebs. Dem gegenüber steht ein leicht erhöhtes Thrombose- und Brustkrebs-Risiko, das mit der trandermalen Anwendung als besonders gering gilt. Unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle sind diese Risiken der Behandlung vertetbar. Der Effekt auf die Beschwerden ist wirkungsvoll und verbessert die Lebensqualität.

Weitere Informationen

Nachfolgende Informationen zur Vertiefung, wurden herausgegeben vom Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG):