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Stichwort-ABC

Chemotherapie (Chemo)
Medikamentöse Behandlung in der Krebstherapie. In meist 3-wöchentlichem Abstand werden Infusionen verabreicht, die Tumorzellen zum Absterben bringen sollen. So kann das Risiko für Fernabsiedelungen (Metastasen) der Krebserkrankung deutlich verringert werden. Nebenwirkung sind zumeist: Abgeschlagenheit, Haarausfall, vorübergehende Abwehrschwäche, Übelkeit, Wundheit der Schleimhäute. Gerade gegen die Übelkeit können wirksame Zusatzmedikamente eingesetzt werden.

Dermoid
Spezielle gutartige Eierstockscyste mit festen Bestandteilen wie Talg, Haaren, Knorpel, Zähnen und ähnlichem. Dermoide müssen operativ entfernt werden, meist durch eine Bauchspiegelung.

DMP-Programm Brustkrebs (DMP)
Deasease Management Programm Brustkrebs. Die dafür zertifizierten Frauenärzte koordinieren die Behandlung und Nachsorge ihrer an Brustkrebs erkrankten Patienten. Sie sind auf diesem Gebiet besonders qualifiziert.

Epidemie
Ausbreitung einer meist infektiösen Krankheit in einem örtlich begrenzten Gebiet. Hohe Wahrscheinlichkeit der Erkrankung für jeden. Impfungen können Epidemien verhindern.

Hepatitis (Hep)
Virusbedingte Leberentzündung, häufig mit Gelbsucht und erheblichem Krankheitsgefühl in der Akutphase, bei chronischem Verlauf Gefahr der Leberzirrhose (narbiger Umbau des Lebergewebes mit Funktionsverlust).

Hysteroskopie (HSK)
Spiegelung der Gebärmutter-Innenhöhle von der Scheide aus, um auffällige Befunde zu erkennen oder auszuschließen. Der Eingriff wird im allgemeinen in Narkose durchgeführt. Finden sich Auffälligkeiten, kann mittels eines speziellen Instrumentes z.B. die Entfernung eines Polypen oder eines Myomes vorgenommen werden.

Infektionskrankheiten
Durch Bakterien oder Viren übertragene Krankheiten, die sich über verschiedene Wege verbreiten (zum durch engen Kontakt, durch Sekrete der Schleimhäute wie z.B. Husten, Niesen etc., durch Geschlechtsverkehr). Gegen viele Infektionskrankheiten kann man sich durch Impfungen schützen.

Klimakterium (Klim)
Wechseljahre. Diese werden eingeteilt in die Zeit vor der letzten Blutung = Praemenopause und die Postmenopause = Zeit nach der letzten Blutung. Die Menopause ist das Datum der letzten Periodenblutung, nach der für mehr als 1 Jahr keine Blutung mehr auftrat.

Konisation (Koni)
Kegelförmige Gewebeentnahme am Muttermund zur Entfernung von Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses. Ziel ist die Verhinderung einer Gebärmutterhals-Krebserkrankung. Der Eingriff wird in Narkose durchgeführt, eine ambulante Operation ist möglich. Einige Tage Schonung nach der Operation dienen der Verhinderung einer Nachblutung aus der Wunde am Muttermund.

Laparoskopie (LSK)
Bauchspiegelung. In Vollnarkose kann der Bauchraum über eine Optik, die am Nabel eingeführt wird, eingesehen werden. Damit die Bauchdecken sich vom Darm abheben wird CO2-Gas in den Bauchraum geleitet. Bei auffälligen Befunden kann über weitere Einstiche oberhalb des Schambeins operiert werden. Schmerzen nach der Operation sind selten und gering.

Mammographie (Mammo)
Röntgen-Untersuchung der Brust. Die Brust wird horizontal und schräg in das Mammographie-Gerät eingelegt; um optimale Röntgenbilder zu erzeugen auch etwas gedrückt. Auf der Mammographie stellt sich eine bestehende Brustkrebserkrankung in über 90% der Fälle dar. Bei Frauen nach den Wechseljahren sind die Bilder aussagekräftiger als bei jüngeren, da das Drüsengewebe nicht mehr so strahlendicht ist. Bei jüngeren Frauen kann eine ergänzende Ultraschalluntersuchung die Sicherheit verbessern.

Mamma Lateinisches Wort für Brust, Plural: Mammae

Mammographie-Screening (Screening)
Röntgen-Reihen-Untersuchung der Brust. Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden angeschrieben und zur Mammographie eingeladen. 99 von 100 kann die gute Nachricht übermittelt werden, daß alles in Ordnung ist. Bei auffälligem Befund wird eine Gewebeprobe in lokaler Betäubung empfohlen.

Minimal-invasive Operationen (MIC)
Operationen mit nur kleinen (ca. 1 cm großen) Schnitten am Bauch. Bei z.B. der Bauchspiegelung werden am Nabel eine Optik und im Schamhaarbereich weitere Arbeits-Instrumente eingeführt, mit denen operiert wird. Die Gebärmutter-Innenhöhle kann durch Instrumente über die Scheide gespiegelt werden. Nach diesen Operationen ist die körperliche Beeinträchtigung nur gering, die Patientinnen erholen sich sehr schnell. Im allgemeinen ist eine ambulante Operation möglich.

Myom
Gutartige Muskelwucherungen, meist von der Gebärmutter-Muskulatur ausgehend. Sie sitzen auf der Gebärmutter (subserös), in der Gebärmutterwand (intramural), unter der Schleimhaut (submucös) oder in der Gebärmutterhöhle (intracavitär). Häufig sind sie die Ursache von Blutungsstörungen oder Unterleibsschmerzen. Myome können über einer Bauchspiegelung oder Gebärmutterspiegelung entfernt werden, je nach dem jeweiligen Sitz.

Osteoporose (Osteo)
Knochenentkalkung mit der Folge der vermehrten Knochenbrüchigkeit. Häufig Folge der Hormonmangel-Situation in den Wechseljahren.

Östrogen (E2)
Von den Eierstöcken gebildetes weibliches Geschlechtshormon, das in der Zeit der Wechseljahre im Körper stark abfällt. Dies kann zu Wechseljahrsbeschwerden und vermehrte Knochenbrüchigkeit führen.

Ovar
Lateinisch für Eierstock. Hier reifen die Eizellen. Außerdem werden die weiblichen Geschlechtshormone hier gebildet.

Ovarialcysten
Wasserblasen an den Eierstöcken, die sehr groß werden können und manchmal operativ entfernt werden müssen. Häufig bilden sie sich allerdings von allein zurück und sind harmlos.

Pap-Abstrich
Krebs-Abstrich vom Muttermund. Es werden die Zellen vom Gebärmutterhals durch einen Abstrich gewonnen, fixiert und gefärbt, anschließend dann unter dem Mikroskop betrachtet. Der befundende Arzt gibt dem Abstrich dann eine Note von 1-5. 1 ist der normale Befund, II zeigt minimale Auffälligkeiten, III und IV sind verdächtig, V bedeutet hochgradiger Krebsverdacht. (Siehe Pap-Info in der Rubrik Vorsorge).

Papillom-Viren, Humane (HPV)
Viren, die für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses mit verantwortlich sind. Es gibt viele Gruppen dieser Viren, Gruppe 16 und 18 lösen ca. 70 aller Gebärmutterhalskrebsfälle aus, andere Virus-Gruppen sind an der Entstehung der Feigwarzen beteiligt (6 und 11). Gegen diese Virus-Gruppen (6, 11, 16 und 18) steht der hoch wirksame Impfstoff zur Verfügung. Da auch andere Viren krebsauslösend sind, sollten weitere Vorsorge-Untersuchungen auch nach der Impfung regelmäßig wahrgenommen werden.

Polyp
Schleimhaut-Wucherung gutartiger Natur. Kommt sie in der Gebärmutter vor, kann dies zu Blutungsstörungen führen. Die Entfernung ist mit einer Ausschabung oder durch eine Hysteroskopie möglich.

Sterilisation (Steri)
Bei der Frau wird durch die Unterbrechung der Eileiter eine Schwangerschaft unmöglich gemacht. Bei einer Bauchspiegelung in Vollnarkose werden die Eileiter elektrisch verschweißt und durchtrennt. Danach ist der Transport der Eizelle zur Gebärmutter nicht mehr möglich. Ein Treffen von Eizelle und Spermien wird verhindert. Der Eingriff ist risikoarm und ambulant durchführbar. Die Krankenkasse trägt die Kosten (560 €) nicht.

Tumor
Lateinisch: Vergrößerung. Sowohl gutartig als auch bösartig vorkommend. Beispiele für gutartige Tumoren sind Myome oder Eierstockcysten. Beispiele für bösartige Tumoren sind Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs.

Uterus
Uterus ist das lateinische Wort für Gebärmutter. Diese ist normalerweise birnenförmig mit einem schmalen Gebärmutterhals und einem dickeren Gebärmutterkörper. Innen sitzt die Gebärmutterschleimhaut, die bei der Periodenblutung fast vollständig abblutet. Die Gebärmutter ist normalerweise ca. 8-10 cm lang und 4-5 cm breit.