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Wechseljahre
Zeit des Wechselns – möglicherweise Krisenzeit

70% aller Frauen kommen ohne medikamentöse Behandlung durch die Wechseljahre. Für sie ist eine gynäkologische Beratung zu dieser Umstellungsphase ausreichend.

Bei 30% der Frauen treten behandlungsbedürftige Beschwerden in der Zeit der Wechseljahre auf. Diese können mit Zyklusunregelmäßigkeiten beginnen. Hitzewellen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen gehören zum Vollbild der Wechseljahrsbeschwerden. Dazu können  kommen: Wundheitsgefühl im Genitalbereich, unwillkürlicher Harnverlust, Haarverlust und Hautveränderungen. Die Hormonmangel-Situation kann zur Knochenentkalkung mit der Folge vermehrter Knochenbrüchigkeit führen [Osteoporose].

In diesen Lebensabschnitt fallen häufig Belastungssituationen wie z.B. Krankheit und Tod der Eltern. Häufig verlassen die erwachsen werdenden Kinder den Haushalt (empty nest) in dieser Zeit. Das kann zur Verstärkung von Wechseljahrsbeschwerden beitragen.

Leichte Wechseljahrsbeschwerden lassen sich mit pflanzlichen Präparaten behandeln. Treten erhebliche Beschwerden auf oder besteht eine familiäre Osteoporose, kann durch eine  individuell dosierte Hormontherapie die Hormonmangel- Situation ausgeglichen werden. Diese Hormon-Ersatz- Behandlung [Ausgleich der fehlenden Hormone durch das natürliche Östrogen] kann durch Tabletten, Pflaster oder Gel wirkungsvoll und nebenwirkungsarm durchgeführt werden. Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen sollten wahrgenommen werden.

Die Diskussion um den Einfluß der Hormone auf Herz-Kreislauf-Erkrankung, Demenz und Krebserkrankungen ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle sind die Risiken der Behandlung als gering einzustufen. Falls Sie an weiterführender Literatur interessiert sind, klicken Sie auf die angegebenen Links.